Science

Wissenschaft ist unser kollektiver Versuch, die Welt zu verstehen und dabei möglichst Irrtum zu vermeiden. Anders als etwas veraltete, positivistische Konzeptionen sehen wir Wissenschaft als Teil des Veränderungsprozesses an: Wissenschaft hilft, solche Veränderungen zu begleiten, ist aber selber ebenfalls Veränderungen ausgesetzt. Die vermeintliche Sicherheit, die manche in der Wissenschaft zu finden meinen, ist meistens nur relativ: wissenschaftliche Erkenntnis verändert sich selbst laufend. Daher ist es wichtig, sich nicht auf anscheinend sichere Erkenntnisse zu verlassen, sondern die Kompetenz zu erwerben, diese zu verstehen und, wo nötig, zu kritisieren. Das momentan in der Gesundheitswissenschaft und in der Medizin geltende Paradigma, das den Organismus als eine komplexe Maschine (und nichts anderes) betrachtet, halten wir für überholungsbedürftig. Es leistet uns im Bereich der Akutversorgung und Notfallmedizin hervorragende Dienste, ist aber für weite Bereiche und Fragestellungen der Gesundheitswissenschaften unbrauchbar. Daher zeichnen sich in den fortschrittlicheren Segmenten der Wissenschaft ganz neue Entwicklungen ab: die Theorie komplexer, nichtlinearer Systeme etwa in der Systembiologie. Die Hintergrundtheorie der meisten Einzelwissenschaften ist noch immer eine an der Newtonschen Mechanik und dem Descartschen mechanischen Modell vom Organismus angelehnte Modellvorstellung. Diese halten wir für unzureichend. Daher bedeutet „Wissenschaft“ in unserem Kontext auch ein Bewusstsein für die Grenzen und Wissen um die Erweiterungen des geltenden Modells.

Unser Wissenschaftskonzept ist innovativ und ganzheitlich. Wir glauben leidenschaftlich an die Bedeutung der Interdisziplinarität. Daher verbinden wir psychologische, medizinische, biochemische und soziale Perspektiven im Rahmen eines grösseren Expertennetzwerkes. Unsere langjährige Tätigkeit in der Evaluationsforschung der Komplementärmedizin (Harald Walach), der Lebenssstilforschung (Martin Loef) und der Gesundheitspolitik (Ellis Huber) hat uns die Bedeutung der unkonventionellen Denkweisen und Ganzheitlichkeit gelehrt. Und so steht unsere wissenschaftliche Kompetenz auf mehreren Beinen: Wir können konventionelle klinische Studien oder Kohortenstudien genauso organisieren und auswerten wie kreative Lösungen für komplexe Evaluationsfragestellungen im Feld entwickeln. 

Unser Portfolio umfasst:

  • Konzeption und Durchführung/Organisation von klinischen und/oder epidemiologischen und Beobachtungsstudien
  • Konzeption und Durchführung/Organisation von Evaluationsstudien
  • Konzeption von Befragungen und qualitativen Studien
  • Auswertung von existierenden Datensätzen
  • Statistisch-methodisches Consulting
  • Entwicklung von Konzepten für Anträge
  • Hilfe bei englischsprachigen Fachpublikationen aus existierenden Berichten


Ausgewählte eigene Publikationen

(Artikelkopien schicken wir auf Anfrage gerne zu, Bücher können wir leider nicht verschenken)

Walach, H. (2015). Placebo studies (double-blind studies). In J. D. Wright (Ed.), International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences (2nd Edition ed., Vol. 18, pp. 157–163). Oxford: Elsevier. https://www.elsevier.com/books/international-encyclopedia-of-the-social-andampamp-behavioral-sciences/wright/978-0-08-097086-8

Walach, H. (2016). The efficacy paradox and its consequences for research in psychotherapy (and elsewhere). Psychology of Consciousness: Theory, Research, and Practice, 3(2), 154-161.   http://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fcns0000083 

Huber, E. (2012). Patienten,Ärzte und die Gesundheitswelt der Zukunft. In G. Offermanns, E. Hauke & E. Holzer (Eds.), Patientenperspektive. Ein neuer Ansatz für die Weiterenwicklung des Gesundheitssystems. Wien: Facultas Verlag. https://www.amazon.de/Patientenperspektive-neuer-Ansatz-Weiterenwicklung-Gesundheitssystems/dp/3708907930/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1504691315&sr=8-1&keywords=patientenperspektive

Huber, E. (2007). Gesundheitsreform als G Openesundheitssystementwicklung. Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, 101, 397-406. https://doi.org/10.1016/j.zgesun.2007.05.006

Walach, H. (2011). Placebo controls: historical, methodological and general aspects. Philosophical Transactions of the Royal Society Biological Sciences, 366, 1870-1878. http://rstb.royalsocietypublishing.org/content/366/1572/1870

Lewith, G., Jonas, W. B., & Walach, H. (Eds.). (2010). Clinical Research in Complementary Medicine: Principles, Problems Solutions (2nd revised edition ed.). Edinburgh, London: Churchill Livingstone. https://www.elsevier.ca/ISBN/9780443069567/Clinical-Research-in-Complementary-Therapies

Walach, H., & von Stillfried, N. (2011). Generalizing Quantum Theory - Approaches and Applications. Axiomathes  21 (2)(Special Issue), 185-371. https://scholar.google.de/citations?view_op=view_citation&hl=de&user=8vM9wJIAAAAJ&citation_for_view=8vM9wJIAAAAJ:d1gkVwhDpl0C

Walach, H., Falkenberg, T., Fonnebo, V., Lewith, G., & Jonas, W. (2006). Circular instead of hierarchical - Methodological principles for the evaluation of complex interventions. BMC Medical Research Methodology, 6(29). Open Access https://bmcmedresmethodol.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2288-6-29

Fonnebo, V., Grimsgaard, S., Walach, H., Ritenbaugh, C., Norheim, A. J., MacPherson, H., et al. (2007). Researching complementary and alternative treatments - the gatekeepers are not at home. BMC Medical Research Methodology, 7(7). Open Access https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1800863/

Walach, H., & Loef, M. (2015). Using a matrix-analytical approach to synthesizing evidence solved incompatibility problem in the hierarchy of evidence. Journal of Clinical Epidemiology, 68, 1251-1260. http://dx.doi.org/10.1016/j.jclinepi.2015.03.027

Walach, H. (2010). Double-blind procedure. In N. J. Salkind (Ed.), Encyclopedia of Research Design (Vol. Vol 1, pp. 386-389). Los Angeles: Sage.
Walach, H. (2010). Randomization tests. In N. J. Salkind (Ed.), Encyclopedia of Research Design (Vol. Vol 3 pp. 1203-1206). Los Angeles: Sage.
Walach, H., & Schmidt, S. (2010). Nonclassical experimenter effects. In N. J. Salkind (Ed.), Encyclopedia of Research Design (Vol. Vol 2 pp. 907-909). Los Angeles: Sage. https://us.sagepub.com/en-us/nam/encyclopedia-of-research-design/book232149

Walach, H. (2008). Wissenschaft als Entdeckungsreise - mein Begriff von Wissenschaft. In H. Yousefi, K. Fischer, R. Lüthe & P. Gerdsen (Eds.), Wege zur Wissenschaft: Eine interkulturelle Perspektive. Grundlagen, Differenzen, Interdisziplinäre Dimensionen (pp. 375-399). Nordhausen: Traugott Bautz. home.bautz.de/wege/pdf/9783883093978.pdf 

Walach, H. (2013, orig. 2005). Psychologie: Wissenschaftstheorie, philosophische Grundlagen und Geschichte (3. überarb. Aufl. ed.). Stuttgart: Kohlhammer. https://www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Psychologie/Einfuehrungen-Grundlagen/Psychologie-978-3-17-022937-2/

Walach, H. (2012). Komplementarität: Rahmen für eine Wissenschaftstheorie der Psychologie. In G. Gödde & M. B. Buchholz (Eds.), Der Besen, mit dem die Hexe fliegt. Wissenschaft und Therapeutik des Unbewussten. Bd. 1: Psychologie als Wissenschaft der Komplementarität (pp. 301-326). Giessen: Psychosozialverlag. https://www.psychosozial-verlag.de/2189

Walach, H. (2007). Folk psychology and the psychological background of scientific reasoning. Philosophy, Psychiatry & Psychology, 14, 209-212. https://muse.jhu.edu/article/247232/pdf

Walach, H. (2009). Innere Erfahrung - eine wissenschaftstheoretische Spurensuche. In H. R. Yousefi & C. Dick (Eds.), Das Wagnis des Neuen. Kontexte und Restriktionen der Wissenschaft. Festschrift fü Klaus Fischer zum 60. Geburtstag (pp. 415-436). Nordhausen: Traugott Bautz. https://www.amazon.de/Das-Wagnis-Neuen-Restriktionen-Wissenschaft/dp/3883095079

Walach, H., & Fischer, K. (2014). Leserbrief zu Christian Weymayr: „Scientabilität - ein Konzept zum Umgang der EbM mit homöopathischen Arzneimitteln“. Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh.wesen (ZEFQ) (2013) 107, 606-610. Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen, 108(1), 80.e81-e83. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24745094

Huber, E., & Langbein, K. (2004). Die Gesundheitsrevolution. Radikale Wege aus der Krise - Was Patienten wissen müssen. Berlin: Aufbau. https://www.amazon.de/Die-Gesundheits-Revolution-Ellis-Huber/dp/3351025726